Im Großen und Ganzen sollte man Hauskatzen nicht werfen lassen, denn es gibt schon zu viele unerwünschte Katzen auf der Welt. Wenn es aber dann doch geschieht, braucht die Katze ungehinderten Zugang zu Nahrung-sie wird von Anfang an mehr fressen. Sie sollte auch ihren Wassernapf leicht erreichen können, während sie gegen Ende der Trächtigkeit an Umfang zunimmt.

Ab etwa zwei Wochen vor der Niederkunft sollte sie nur im Haus gehalten werden, damit sie nicht an einem denkbar ungeeigneten Platz draußen wirft. Sie benötigt stattdessen eine Wurfkiste an einem warmen und geborgenen Ort. Die Kiste muss so viel Platz bieten, dass sie sich ausstrecken und bewegen kann, aber nicht so viel, dass sich die Welpen zu weit entfernen können. Während die Niederkunft näher rückt, wird die Katze die Kiste regelmäßig aufsuchen, um die Auspolsterung nach ihren Vorstellungen zu arrangieren.

Jetzt empfiehlt es sich, ihren Bewegungsradius auf das Wurfzimmer einzuschränken-sie muss aber weiterhin ungehindert an Futter, Wasser und Toilette gelangen können. Die Welpen werden nacheinander geboren, und es kann durchaus zu längeren Pausen zwischen zwei Kätzchen kommen. Wenn die Mutter sich durch Menschen oder äußere Umstände gestört fühlt, kann sie die Geburt bis zum nächsten Tag unterbrechen. Die Mutter beißt die Nabelschnur durch und frisst oft die Plazenta, während sie die Welpen putzt. Ein Wurf besteht meist aus fünf Kätzchen.

Bei der Geburt muss der Mensch nicht eingreifen, es sei denn, die Wehen ziehen sich über mehr als 1 h hin, ohne dass ein Welpen geboren wird, wenn ein Welpen im Geburtskanal stecken bleibt oder wenn die Mutter nach der Geburt lethargisch oder krank wirkt. Wenn die Mutter einen Welpen ablehnt oder der Welpe tot geboren scheint, könnte er abnormal sein. Er sollte in ein warmes, sauberes Handtuch gewickelt und von der Ei haut befreit werden.

Ist die Nabelschnur noch unversehrt, bindet man sie ca. 1,5-2 cm vom Körper des Welpen weg mit einem Baumwollstreifen ab und schneidet die Plazenta ab. Atmet der Welpe nicht, kann man das Maul mit einem sterilen Tuch säubern und versuchen, Flüssigkeit aus der Lunge abfließen zu lassen, indem man den Welpen vorsichtig in einer oder beiden Händen hält und ihn einige Male oben nach unten schwingt. Der Körper wird massiert, um die Atmung anzuregen. Gelingt die Wiederbelebung, prüft man, ob die Mutter den Welpen annimmt-wenn nicht, kann man immer noch versuchen, ihn vom Hand aufzuziehen, aber die Überlebenschancen stehen schlecht.

Einige Tage nach der Geburt wird die Mutter ihre Welpen an einen anderen Ort bringen, da die Wurfkiste mit ihrem Geruch Beutegreifer anlocken könnte. Sie benötigt reichlich Futter und Wasser, während sie die Welpen im ersten Lebensmonat säugt. Danach können die Kätzchen mit speziellem Welpenfutter gefüttert werden.

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